Projekte


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Kunstaktion No. 1 MAL KUNST VERGNÜGT

Kunst kennt keine Behinderung – das haben die Teilnehmer an zwei Tagen Kunstvergnügen in der Werkstatt am Flutgraben erlebt.
Am 2. und 3. Oktober 2015 verwandelte sich der Mehrzweckraum in ein Atelier und bei herrlichem Herbstsonnenwetter konnte auch die Wiese vorm Haus zum Arbeiten genutzt werden. Frauen und Männer mit und ohne Behinderung aus der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales und Beschäftigte aus den Werkstätten der Saale Betreuungswerk gGmbH der Lebenshilfe Jena gestalteten gemeinsam Segeltücher und Holzplatten mit Acrylfarben, Ölkreiden und verschiedenen Stiften.
Das wichtigste Anliegen dieser Aktion war die Begegnung und Kommunikation miteinander über das gemeinsame kreative Gestalten. Für einige Teilnehmer war dies eine neue Erfahrung und für alle eine Bereicherung. Phantasie entwickeln, experimentieren, Neues wagen, sich als Mensch mit Möglichkeiten entdecken, in der sozialen Interaktion persönliche Kompetenzen stärken – auch mal über eigene Erfolge staunen, Träumen und Wünschen beim Malen einen Ausdruck geben…

Konzeption, Anleitung und Begleitung: Christine Baum


Workshop „Die Segeltücher“

entstanden 20011 in einem Workshop in Holzdorf in Zusammenarbeit mit Absolventen der Burg Giebichenstein
Segeltücher SegeltücherHolz-IIHolz-2010Metall-IMetall-IV

Kunstprojekt im Diakonischen Bildungsinstitut „Johannes Falk“ in Eisenach und Weimar – Holzdorf „ Frieden, Grechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“

Zu diesem Thema haben an den beiden DBI Standorten Eisenach ( 2010 ) und Weimar – Holzdorf ( 2011 ) integrative Kunstprojekte stattgefunden. Die Kunstwerke aus Metall, Holz und Segeltuch , sind aufeinander bezogen und verbinden beide Standorte.

Kunstprojektwoche in Eisenach vom 21. – 25.06.2010
Teil I: „ Kunst für das Leben“

In dieser Woche arbeiteten Beschäftigte aus den Werkstätten der Diako Diakonie – Verbund Eisenach gem. GmbH gemeinsam Heilerziehungspflegern, Erziehern und Sozialassistenen, die gerade ihre Ausbildung am Diakonischen Bildungsinstitut absolvieren bzw. beendet hatten unter der Anleitung und Begleitung der Künstler Hardy Raub (Holzbildhauer ), Peter Schäfer (Metallgestalter ) und Volker R. Hedwig ( Maler und Grafiker ) an Skulpturen aus Holz und Metall.. Sie setzten sich inhaltlich mit dem Thema auseinander , entwickelten Ideen und gestalteten Skulpturen aus Holz und Metallinstallationen. Dabei fand jeder seinen Platz und es entwickelte sich eine gute Beziehungskultur untereinander. Die Woche war gefüllt mit wertvollen Erfahrungen und Erlebnissen und auch mit dem Erstaunen über die eigenen Fähigkeiten …

Eine Skulptur besteht aus 3 Teilen eines Baumstammes, die nahe beieinander stehen und in ihrer Mitte eine Metallkugel tragen, in der sich der Betrachter spiegelt. Ein schönes Sinnbild : Frieden, Gerechtigkeit , Bewahrung der Schöpfung als drei gleichwertige Elemente eines Ganzen, die unsere Welt als Lebensort tragen und für die jeder Einzelne verantwortlich ist. Eine Metallinstallation zeigt eine überlebensgroße Frau , die in einem Arm Menschen und Tiere hält und mit dem anderen Arm nach oben weist – eine Mahnung an uns alle, das Leben in seiner ganzen Vielfalt zu schützen und unsere kostbare Schöpfung zu bewahren. Zur Eröffnung des neuen Gebäudes am 24.9. 2010 wechselte sie gemäß des schönen Wortspiels EisenNachHolzdorf ihren Platz. Die Skulpturen aus Holz haben ihren Platz schon gefunden HolzNachEisenach .
Die entstandenen Kunstwerke sollen die beiden Standorte des Diakonischen Bildungswerkes in Eisenach und Weimar – Holzdorf verbinden und laden zur Betrachtung ein!

Kunstprojektwoche in Holzdorf vom 27.06. bis 01.07. 2011
Teil II : „ Prozess in BeWEGung“

Das Motto des konziliaren Prozesses in DDR – Zeiten lautete „ Eine Hoffnung lernt gehen“. Aufbrechen, sich auf den Weg machen, losgehen – Veränderungen erfordern BeWEGung. Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung fordern von uns immer wieder neuen Einsatz, Weitergehen, Friedensschritte wagen, sich Widerständen und Herausforderungen stellen, weiterdenken und handeln, die Hoffnung in BeWEGung halten…
Im zweiten Teil des Projektes ging es 2011 in Holzdorf um die künstlerische Gestaltung von „BeWEGung“. Dabei kamen Menschen in Bewegung probierten neue Wege aus und wollen durch ihre Kunstwerke etwas in Bewegung setzen… Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit Professor Martin Neubert und zwei Absolventinnen der Giebichenstein in Halle , Dipl. Keramikerin Almuth Lohmann – Zell und der Dipl. Bildhauerin Petra Schwenzfeier statt. Gestaltet wurden 9 große, dreieckige Segeltücher 250 cm x 130 cm – mit Acrylfarben bemalt, bedruckt, gegossen und mit Ölkreiden und Graphitstiften gestaltet. Die Teilnehmer konnten dabei ihre Phantasie und Kreativität entfalten und einzeln und in Gruppen arbeiten. Anschließen wurden die Farben mit Imprägnierspray wasserdicht versiegelt. Die fertigen Segel werden auch in BeWEGung bleiben – sie können im Aussenbereich zB. an Bäumen verspannt ( Sonnensegel, Regendach ) und auch an wechselnden Plätzen im Innenbereich des Gebäudes angebracht werden.
Die dreieckige Form eignet sich gut zum Aufspannen und weist symbolisch auf die drei untrennbaren Elemente des konziliaren Prozesses hin: Frieden – Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung. Die phantasievolle Farbgestaltung wird Lebendigkeit und Lebensfreude ausdrücken und die BeWEGung der Tücher an wechselnde Plätze immer wieder neue Blickfänge bilden.
Einige werden auch „die Segel hissen“ und in BeWEGung nach Eisenach kommen, um wieder die Verbindung der beiden Standorte zu schaffen.

„ Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Ein brandaktuelles Thema im Angesicht der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko , des Klimawandels und der ständigen Bedrohung durch Terror und Krieg , Verletzungen der Menschenrechte, Hunger und Armut in grossen Teilen der Welt! Dietrich Bonhoeffer forderte 1934 in Dänemark eine weltweite ökumenische Friedensversammlung und gab damit den Anstoß für den konziliaren Prozess. Im Kontext des konziliaren Prozesses ( ein Lernweg christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ) wird ein lebendiges Aktionsnetz zwischen Kirche und diakonischer Arbeit geknüpft. Die Würde des Menschen als Ebenbild Gottes uneingeschränkt zu achten,sorgsam mit den uns anvertrauten natürlichen Ressourcen umzugehen, und in Frieden miteinander zu leben , sind die zentralen Aufgaben der Menschheit . Ein kleiner Baustein in diesem Prozess bildet unser Projekt.

Das Diakonische Bildungsinstitut Johannes Falk möchte mit seinen Angeboten in Aus-, Fort- und Weiterbildung und integrativer Erwachsenenbildung auch das Bewusstsein für dieses lebenswichtige Thema sensibilisieren und durch öffentliche Projekte und
Aktionen kommunizieren.

Konzept und Projektleitung: Christine Baum

Wir bedanken uns herzlich für die finanzielle Unterstützung ohne die unser Projekt nicht möglich gewesen wäre!
Thüringer Justizministerium , Minister Herr Dr. Holger Poppenhäger
Diakonisches Werk der EKM , Herr Carsten Meyer,Abgeordenter des Thüringer Landtages